Ikebana ist die japanische Kunst des Blumenarrangierens, in Japan hoch angesehen und heute weltweit bekannt.
Zweige, Blüten und Blätter, Gräser, Steine, Wasser werden in ausgesuchten Gefässen zu einem Kosmos im Kleinen geordnet. Ikebana ist eine Kunst, ein besonderer Zugang zur Natur, ist das Hereinführen von Anmut und Schönheit in den geschäftigen Menschenalltag. Es erinnert uns daran, dass unser Leben eingebettet ist in einen grossen, übergeordneten Zusammenhang.
Ikebana ist still und doch machtvoll. Eine kleine, auf den ersten Blick unscheinbare Pflanzenkombination kann um sich einen grossen Raum schaffen, kann anhalten zu einem Gedanken über das Hier und Jetzt hinaus, kann tief erfrischen und erfreuen.
Für mich hat Ikebana vor über 20 Jahren begonnen. Es hat meine alte Liebe zu Blumen und ihrer eigenen Sprache vertieft und verfeinert. Als mich meine erste japanische Lehrerin in Ikebana einführte, begann der bewusste Weg, durch Pflanzen zu Menschen zu sprechen und durch die Natur Weisheiten zu erfahren und zu begreifen.
Seit 1980 habe ich mich vielfach aus- und weitergebildet, habe 1989 das japanische Lehrdiplom erworben und unterrichte in meinem Atelier in Zürich. Als Ikebana-Meisterin wirkte und wirke ich an zahlreichen Ausstellungen mit, oft zusammen mit meinen Schülerinnen und Schülern.
Ich biete zudem Ikebana Arrangements an für festliche oder geschäftliche Anlässe oder als regelmässigen Schmuck. Jedes Arrangement ist abgestimmt auf den Charakter des Anlasses und den Ort. Kompositionen aus natürlichen Materialen setzen einen besonderen Akzent, wo immer sie eingesetzt werden.
Auf dem Weg, den mich die Blumen geführt haben, ist mir zweierlei bewusst geworden:
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Durch Weglassen und Beschränkung lässt sich eine besondere Strahlkraft erzielen, mit kleinen Mitteln ist eine eindringliche Aussage möglich. |
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Ikebana drückt Hochachtung aus - der Natur gegenüber und allem, was uns vom Universum zur Verfügung gestellt ist. Es macht uns unsere zentrale Stellung im Gesamten bewusst und zeigt zugleich, dass wir doch "nur" ein Teil des Ganzen sind, eingebunden in ein umfassendes Netz. |
Auch der nur kurz Hinschauende und Unkundige wird von der Harmonie und der
Anmut eines Arrangements berührt. In unserer Welt der Zweckgebundenheit
werden solche Pflanzenbilder zu Inseln der Erholung, zu Quellen der Freude und
der Zuversicht. Immer wieder ist es, als würden wir als Betrachter neu
an das Netz der schöpferischen Energien angeschlossen.